Die vollständig überarbeitete und erweiterte Neuauflage eines Bandes im „Handbuch der Altertumswissenschaft“ gehört im althistorischen Publikationsbetrieb gewiss nicht zu den Alltäglichkeiten. Wenn dies im Fall von Alexander Demandts Standardwerk „Die Spätantike“ bereits nicht einmal zwanzig Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen (1989) geschieht, so dokumentiert das in hinreichender Deutlichkeit, dass die Spätantike in den vergangenen dreißig Jahren zu den am intensivsten erforschten Gebieten innerhalb der Altertumswissenschaft avanciert ist.