Vorliegende Publikation ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts zu den Selbstmorden Berliner Juden während des Dritten Reiches. In diesen Jahren schnellte die Suizidrate der Juden in die Höhe. Besonders nach antijüdischen Aktionen der Nationalsozialisten wie dem Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April 1933, dem Anschluss Österreichs im März 1938 und dem Novemberpogrom 1938 sahen vielen Juden keinen anderen Ausweg, als sich das Leben zu nehmen. Ihren Höhepunkt erreichte die jüdische Selbstmordrate während der ab 1941 einsetzenden Deportationen in die Ghettos und Todeslager Osteuropas.